Das 1x1 der Wandfarbe

22.11.2017

Farben bereichern unser Leben, auch an den Wänden in unserem Heim. Über Farbtöne, Farbwünsche und Farbpsychologie ist schon viel geschrieben worden. Doch wie steht es mit den harten Fakten, den Basics? Die klassische Materialkunde verdient vor der Farbtonwahl einen intensiven Blick.

Dispersionsfarben sind schon lange bekannt. In den 70ern war der Begriff noch nicht so klar. Der Fachhandel wurde mit Depressionsfarben, Dispensionsfarben oder ähnlichem konfrontiert. Doch heute gehört eine Dispersion an die Wand wie Gras auf die Wiese. Die Schwierigkeiten beginnen bei der Auswahl der "richtigen" Farbe. Das Etikett ist voll von Begriffen, mit denen sich eigentlich nichts anfangen lässt. Wie wählen Sie die optimale Farbe?

Die 100.000 Dollar Frage
Was ist eine Dispersion eigentlich? Erklärterweise ist eine Dispersion ein zähflüssiger Anstrichstoff, der aus Füllstoffen, Binde- und Lösemitteln, Pigmenten und Zusatzstoffen besteht - das gilt für alle flüssigen. Im Umgangssprachlichen ist mit Dispersion einfach nur die Wandfarbe gemeint. Der Anteil an Bindemitteln bzw. deren Art und die Menge an Pigmenten ergeben dann die Eigenschaften der fertigen Dispersion. Diese bildet einen mehr oder weniger stark wasserdampfdurchlässigen Anstrichfilm.

aufgedeckt
Das Deckvermögen ist eine extrem wichtige Eigenschaft - diese bestimmt, wie oft Sie Ihre Wand streichen müssen bzw. wieviel Farbe Sie pro m2 benötigen! Nach DIN 13300 genormt und in Klassen eingeteilt malen Sie mit Deckvermögen Klasse 1 bestens überdeckt, Deckvermögen Klasse 4 kann fast nicht mehr als deckend bezeichnet werden, damit werden Sie sich nur ärgern.

Wände putzen?
Wie gut kann eine Wand wirklich gereinigt werden? Lässt sich Schmutz und Dreck einfach mit einem Lappen entfernen? Diese Frage beantwortet Ihnen die Angabe der Nassabriebsklasse. Sie ist in 5 Klassen eingeteilt, ganz nach Schulsystem: Klasse 1 lässt sich am Besten reinigen und ist wesentlich strapazierfähiger als Klasse 5, die sich mit einem scharfen Blick von der Wand löst.

Etikettenschwindel
Fehlen Angaben über Deckvermögen oder Nassabrieb auf dem Etikett? Davon sollten Sie die Finger lassen - seriöse Anbieter scheuen sich nicht, ihre Produkte zu Klassifizieren und dies auf dem Etikett anzuführen - in Schrift oder Bild!

Lohnt sich teure Farbe?
JA - auf jeden Fall. Letztendlich ist nicht nur das Ergebnis wesentlich besser, sondern auch der Aufwand bedeutend geringer. Günstige Farbe hat weniger Deckvermögen - das heißt Sie streichen 2-3 Mal. Hier sparen Sie mit der hochwertigen, teureren Farbe Zeit und Geld - ist doch umgerechnet der Verbrauch l/m2 um einiges geringer. Der einfachste Weg ist natürlich, sich bei uns zu informieren!


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